Debatten über Hafenreformen beginnen oft mit dem Etikett: Soll der Hafen ein Landlord-Hafen werden? Der sinnvollere Ausgangspunkt ist die Verantwortlichkeit.
Jenseits des Etiketts
Gängige Referenzrahmen unterscheiden vier Modelle – Service-, Tool-, Landlord- und vollständig privater Hafen –, je nachdem, wem die Infrastruktur gehört, wem die Suprastruktur gehört und wer die Beschäftigten anstellt. In der Praxis sind die meisten Häfen Mischformen.
Für die Leistung kommt es darauf an, ob:
- regulatorische und kommerzielle Rollen getrennt sind, wo sie sich widersprechen;
- Konzessionsverträge messbare und durchsetzbare Pflichten enthalten;
- die Hafenbehörde in der Lage ist, die Betreiber zu überwachen;
- die Regierung die strategischen Entscheidungen behält, die ihr zustehen.
Wo man ansetzt
Eine unabhängige Governance-Diagnose erfasst Zuständigkeiten, Entscheidungsbefugnisse und Leistungsdaten, bevor Reformoptionen entworfen werden. So lassen sich Reformen vermeiden, die die Struktur verändern, nicht aber die Ergebnisse.