Internationales Seerecht & IMO-Angelegenheiten

Von der Ratifizierung zum Ergebnis: Der III-Code als Umsetzungsrahmen

Der Code für die Anwendung der IMO-Instrumente wird oft als Prüfstandard betrachtet. Frühzeitig eingesetzt, ist er ein praktischer Fahrplan für die Organisation einer Seeschifffahrtsverwaltung.

Seit dem 1. Januar 2016 ist der Code für die Anwendung der IMO-Instrumente (III-Code) verbindlich. Audits im Rahmen des IMO-Mitgliedstaaten-Auditsystems (IMSAS) bewerten, wie Staaten ihre Pflichten als Flaggen-, Hafen- und Küstenstaat erfüllen.

Viele Verwaltungen begegnen dem Code erstmals bei der Vorbereitung eines Audits. Das ist spät. Nützlicher ist der Code als Gestaltungswerkzeug dafür, wie eine Verwaltung zur Umsetzung jedes Übereinkommens organisiert ist.

Drei Fragen, die früh gestellt werden sollten

  1. Ist jede Pflicht zugeordnet? Jedes anwendbare Instrument braucht eine zuständige Stelle, eine Rechtsgrundlage und ein Verfahren für Änderungen.
  2. Gibt es eine Rückkopplungsschleife? Aufzeichnungen, Überprüfungen und Korrekturmaßnahmen zeigen, ob die Umsetzung tatsächlich funktioniert.
  3. Lassen sich übertragene Aufgaben beaufsichtigen? Wo anerkannte Organisationen im Namen des Staates handeln, muss die Aufsicht tatsächlich wirken und darf nicht nur auf dem Papier stehen.

Ein praktischer Ansatz

Eine strukturierte Lückenanalyse anhand des Codes, gefolgt von einem priorisierten Fahrplan mit Verantwortlichen und Zeitplänen, macht aus der Audit-Vorbereitung eine dauerhafte institutionelle Verbesserung.

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